Trachtengruppe

Die Oevenum-Midlumer Trachtengruppe auf der Insel Föhr gründete sich 1981 anläßlich der 100-Jahrfeier der Oevenumer Jugendfeuerwehr. Seither sieht man diese Formation zu den verschiedenen Anlässen ihre Tänze aufführen: u.a. am 1. Mai jeden Jahres beim Maibaumfest im Friesental hier in Oevenum. Auch sonst ist die Trachtengruppe eine gefragte Attraktion auf der Insel, und auch schon an der Steubenparade in New York teilgenommen.

Daß die Trachtengruppe nur aus Frauen besteht, hat seinen Ursprung im 19. Jahrhundert. Da die Männer der Föhrer Frauen die meiste Zeit unter holländischer Flagge auf Walfang fuhren, waren die Frauen gezwungen, miteinander zu tanzen. Die Männer brachten ihren Frauen den wertvollen Silberschmuck aus Holland mit. Aus dieser Zeit stammt auch die heutige Form der Föhrer Tracht:

Es gibt die schmucklose Sonntagstracht der Föhrer, die mit einem bestickten Dreieckstuch und vier Silberknöpfen verziert ist, und die weitaus prunkvollere Festtagstracht, die zu besonderen Anlässen getragen wird. So tragen die jungen Mädchen die Tracht mit dem Silberschmuck zum ersten Mal bei der Konfirmation.

Die Tracht Die Festtagstracht besteht aus einem Leibchen, dessen Ärmel mit vier Silberknöpfen verziert sind und einem Trägerrock (Pal), der aus einem auf dem Rücken mit vielen engen Falten zusammengefaßten dunkelblauen Wollstoff besteht. Um die Schultern wird ein Seidentuch gerafft. Auf dem Kopf trägt die Friesin ein großes geschickt geknotetes Vierecktuch - die sogenannte Fransenhaube. Über der Brust ist eine schwere Silbergliederkette befestigt, die an der die drei Symbole der Seefahrt - Kreuz, Herz und Anker (Glaube, Liebe, Hoffnung) zu sehen sind.

Darunter werden im Halbkreis 8 - 12 Filigransilberknöpfe getragen. Zum Schluß wird eine weiße Batistschürze umgelegt.